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13.06.2013 Seite 85 0

AK Biomedizintechnik

Die Biomedizinische Technik ist ein multidisziplinäres Wissenschaftsgebiet an der Nahtstelle zwischen Medizin und Technik. Aktuelle Studien weisen ihr einen Platz unter den zehn Spitzentechnologien des 21. Jahrhunderts zu. Die deutsche medizintechnische Industrie nimmt auf dem Weltmarkt für medizintechnische Produkte eine führende Stellung ein. Sie belegt hinter den USA und vor Japan den zweiten Platz. Einige große Unternehmen (darunter der weltweit umsatzstärkste Medizintechnik-Produzent) und eine Vielzahl hoch innovativer kleiner und mittelständischer Unternehmen sichern z.Zt. etwa 130.000 hochqualifizierte Arbeitsplätze in Deutschland. Seriöse Prognosen gehen von einer langfristig positiven Entwicklung in diesem Segment aus. Die wichtigsten Fachbereiche sind die ophthalmologische Technik, Mess- und Stimulationstechnik, Datenanalyse, Modellierung und inverse Verfahren, Medizinische Bildgebung und Radiologische Technik, sowie die Medizinischen Informationssysteme

Warum gibt es den Arbeitskreis Biomedizintechnik?

Kompetenzvernetzungen sind gerade für KMU von elementarer Bedeutung, da das hauseigene Know How dadurch relativ leicht erweitert werden kann. Für einen Erfahrungsaustausch ist jedoch eine grundlegende Vertrauensbasis notwendig, schließlich handelt es sich zumeist auch um Mitbewerber in einem ähnlichen Marktsegment. Das Umfeld Arbeitskreis Medizintechnik des VDE bietet hierfür eine neutrale Vertrauensbasis, welche für Sachlichkeit und fairen Austausch von Wissen steht. Gerade regionale Strukturen können somit gestärkt und lokale Kompetenzen weiter ausgebaut werden. In der Region Thüringen gibt es einige lokal niedergelassene Start-up-Unternehmen und KMUs welche als potentielle Teilnehmer dieses Arbeitskreises in Frage kommen. Die überregionalen Messen, wie beispielsweise die MEDICA in Düsseldorf, bieten zwar ein reiches Portfolio, allerdings stärken sie weniger die regionalen als mehr die deutschlandweiten oder gar globalen Programme. Durch die Bildung eines Arbeitskreises Medizintechnik kann diese Lücke aktiv verkleinert werden

Kontakt

Dipl.-Ing. Daniel Laqua

Wie laufen die Treffen ab?

Die Treffen des AK Biomedizintechnik finden in der Regel zwei Mal im Jahr statt und dauern etwa 2 Stunden. Die Termine werden hierbei so abgestimmt, das eine möglichst große Anzahl von Interessenten teilnehmen können. Kernbestandteil der Treffen sind 3 Fachvorträge, in dem die Teilnehmer die Möglichkeit haben, sich und ihre Firma bzw. Forschungseinrichtung vorzustellen. Der Fokus liegt hierbei natürlich auf Themen mit potentiellen Kooperationsmöglichkeiten. Es wird dabei immer ein ausgewogener Mix aus Wirtschaft und Forschung angestrebt. Rückblickend kann man sagen, dass die Fachvorträge von 15-20 Minuten immer ausreichend Diskussionsmaterial geboten haben.

Bisherige Fachvorträge:

1. Treffen

  • Dr. Michael Nass “Aktuelle und zukünftige EMV-Anforderungen an Medizinprodukte“, CE-LAB GmbH
  • Anja Friedl „SMART TEXTILES mit biomedizinischer Anwendung“, ITP GmbH - Gesellschaft für Intelligente Textile Produkte
  • Dr. Hans-Georg Ortlepp „Optische Mikrosensoren zur Messung von Vitalparametern im Ohr", CiS Forschungsinstitut für Mikrosensorik und Photovoltaik GmbH

2. Treffen

  • Prof. Dr. rer. nat. Martin Golz "Biosignalanalyse und Computergestützte Intelligenz für die Beurteilung der Fahrerschläfrigkeit", Hochschule Schmalkalden, Fakultät Informatik
  • Prof. Dr. med. Egbert J. Seidel, MSc "Forschungsvorhaben am Sophien und Hufeland-Klinikum Weimar gGmbH (iShirt; Kardioprävention; Vibrationstherapie; BAP-Arbeitsplatz – Klassifikation und Forschung; Schmerz)“, Zentrum für Physikalische und Rehabilitative Medizin, Sophien- und Hufeland-Klinikum Weimar gGmbH
  • Herr Wolfgang Weber „Vorstellung des Firmenprofils am Beispiel der Entwicklung einer Insulinpumpe“, EXCO GmbH Jena

3. Treffen

  • Silvio Dutz „Einsatz magnetischer Nanopartikel in der biomedizinischen Diagnostik und Therapie“ aktuelle Forschungsprojekte: „Untersuchung von Bildungkinetik, Stabilität und feldgesteuerter Wechselwirkung mit biologischen Systemen einer auf magnetischen Nanopartikeln erzeugten Proteinkorona“, „Etablierung des quantitativen Magnetic Particle Imaging (MPI) anhand anwendungsbezogener Phantome für präklinische Untersuchungen“, "Multifunctional Nanoparticles for Magnetic Hyperthermia and Indirect Radiation Therapy (RADIOMAI)", „Hyperthermic Controlled Drug Release from Magnetic Microspheres“, „Magnetically Triggered Drug Release From Magnetic Nanoparticles“
  • Matthias Lange "Forschungsvorhaben des fzmb im Bereich biomedizinische Technik“ Themen: Vorstellung fzmb + Abteilung GE; Nah-Infrarotspektroskopie an: Knorpel, Leberzellen, Leber, bei Kryotherapie; Ionenmobilitätsspektrometrie an: Trächtigkeit Stuten, Bakteriendifferenzierung (AGAR-Platte schnüffeln), Doping-Substanzen (Pferd), Ebergeruch, Paratuberkulose (Rind)
  • Michael Fischer „Vorstellung des Fachgebiets Elektroniktechnologie“ Themen: relevante Technologielösungen: Mikrofluidik, Aufbau- und Verbindungstechnik, Integration

Bisherige Teilnehmer:

  • CE-LAB GmbH Ilmenau CE-SYS GmbH Ilmenau
  • CiS Forschungsinstitut für Mikrosensorik und Photovoltaik GmbH EXCO GmbH Jena
  • Forschungszentrum für Medizintechnik und Biotechnologie GmbH (fzmb GmbH) Bad Langensalza
  • ITP GmbH - Gesellschaft für Intelligente Textile Produkte
  • HS Schmalkalden, Fakultät Informatik
  • Medical Support GmbH Vertrieb medizin-technischer Produkte
  • medways e.V.
  • Sophien- und Hufeland-Klinikum Weimar gGmbH, Zentrum für Physikalische und Rehabilitative Medizin
  • Siemens Healthcare GmbH Erfurt
  • TU Ilmenau, FG Biosignalverarbeitung
  • TU Ilmenau, FG Multimodale Datenanalyse in der Biomedizintechnik Universitätsklinikum Jena
  • VDE-Bezirksverein Thüringen e.V.

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